AFS-Methode

AFS-Methode Zeichnung aufmerksamer VogelDie AFS-Methode ist ein pädagogisch-didaktischer Förderansatz für Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie. Sie wurde ausgehend von der Tatsache entwickelt, dass legasthene und dyskalkule Menschen eine andere Informationsverarbeitung aufweisen – die sich lediglich beim Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens bemerkbar macht – und deshalb eine andere Lernfähigkeit haben.

A – Aufmerksamkeit

Ein Grundbaustein der Förderung besteht darin, durch spezielles Training die Aufmerksamkeit und die Fähigkeit zur Selbststeuerung des Kindes beim Lesen und Schreiben zu verbessern.

F – Funktion

Entsprechend dem Testergebnis werden die von der Norm differenten (abweichenden) Sinneswahrnehmungen in den Bereichen Optik, Akustik und Raumwahrnehmung trainiert.

S – Symptom

Auf der Ebene des Symptoms wird bei der Legasthenie durch intensive Wort-Erarbeitung mit allen Sinnen ein Grundwortschatz der häufigsten Wörter erlernt. Das Kind lernt zu jedem Wort die zugehörige Wortfamilie – so findet eine Vernetzung statt, das Kind entdeckt mehr und mehr Strukturen im „Wort- und Buchstabenchaos”.
Auf dieser Basis lernt das Kind dann leichter Grammatik und Regeln der Rechtschreibung und bringt diese dann wiederum in die Erarbeitung schwieriger Wörter ein.
Weiterhin wird dabei durch rhythmisch-silbierendes Mitschwingen die Lesetechnik verbessert und die Fähigkeit, die Struktur von Wörtern zu erkennen, verbessert.

Das Symptomtraining bei der Dyskalkulie besteht zunächst im Training der Basisfähigkeiten, die für das Rechnen notwendig sind, wie Vorwärts- und Rückwärtszählen, Orientierung im Zahlenraum, das Erkennen von Mengen, die richtige Zuordnung von Menge und Zahl usw.
Anschließend werden spielerisch die Grundrechenarten in immer größer werdenden Zahlenräumen geübt. Hierbei wird sehr großen Wert auf das Kopfrechnen gelegt.